Coole Tour an heißen Tagen

Wer mit seinen Kindern auch an heißen Sommertagen wandern möchte, wird es in der Tiefenbachklamm im Alpbachtal Seenland fantastisch finden. Der Weg führt entlang der Brandenberger Ache – immer nah am Wasser­ und durch den schattigen Wald.

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Abkühlung an heißen Sommertagen: Die Brandenberger Ache verspricht Badespaß für die Familie.
© Marden Smith

Text: Claudia Steiner

Es ist heiß. Sehr heiß – zumindest im Tal und auf den Sonnenhängen. Aber in der Tiefen­bachklamm bemerkt man die tropische Hitze gar nicht. Das Wasser der Brandenberger Ache kühlt die gesamte Umgebung angenehm ab. Natürlich wollen unsere Kinder Kilian und Norah zuallererst ans Wasser. Beim Startpunkt in Kramsach kommt man gut ans Ufer.

Türkis, Grün und Blau

Dann marschieren wir los: Der schmale Weg führt zunächst durch den Wald und immer wieder ganz nah an das tosende Wasser heran. An besonders engen oder steil abfallenden Stellen ist der Wanderweg gesichert. „Das ist echt cool mit den Stahlseilen hier“, sagt unser Sohn Kilian. „Und wie tief es da runtergeht!“ Bergführer empfehlen, kleine Kinder an die Hand oder ans Seil zu nehmen, denn es geht wirklich steil nach unten. Metallbrücken führen über kleine Schluchten. Links und rechts ragen imposante Felswände in die Klamm. Unten rauscht die Ache. Das Wasser changiert in den Farben Türkis, Grün und Blau. Seitlich plätschert das kühle Nass sanft die Felswände herunter. Gute Schuhe sind in der Klamm ein absolutes Muss, denn durch das Wasser ist es teilweise sehr rutschig. Und Vorsicht: Bei schlechtem Wetter sollte man die Klamm unbedingt meiden, weil Steinschlag droht.

Nach etwa der Hälfte des Weges gelangen wir zu einer Aussichtsplattform. Früher wurde in der Brandenberger Ache Holz ins Tal geschwemmt, und wenn der eine oder andere Holzstamm stecken blieb, mussten die Männer entlang dieser heutigen Wander­wege – die nannte man damals Driftsteige – in die Ache wandern und die Holzstämme lösen, damit das Holz wieder ins Tal weitertreiben konnte – eine durchaus gefährliche Arbeit.

Tiroler Spezialitäten

Nach etwa eineinhalb Stunden öffnet sich der Blick auf die Landschaft, und am Ende der Klamm wartet die Jausenstation Tiefenbachklamm – eine urige, kleine Alm mit einer hübschen Terrasse und einem Kinderspielplatz. Zu essen gibt es typische Tiroler Spezialitäten. Wir bestellen Brettl­jause, Speckknödel mit Kraut und Kaiserschmarrn. Anschließend wandern wir noch ein paar Minuten weiter, bis wir an eine ruhige Stelle der Ache gelangen. ­Riesige Steine liegen mitten im Wasser. Wandern bei 30 Grad – hier in der Tiefenbachklamm gar kein Problem!

Weitere Wanderungen mit Kindern

Wunderbar für kleinere Kinder und sogar kinderwagentauglich ist der Juppi Zauber­wald, ein etwa zwei Kilometer langer ­Rundwanderweg mit Spielplatz, tollen ­Aussichtspunkten und einer Kegelbahn. Hoch geht es bequem mit der Reither­kogelbahn. Mit der Alpbachtal Seenland Card ist die Bergbahnfahrt kostenfrei!

Eine Super-Tour mit Kindern ist der mittelschwere Weg auf den Gipfel des Wiedersbergerhorns auf 2.128 Metern. Mit der Wiedersbergerhorn-Gondelbahn kann man hoch zum Hornboden fahren und dann den Panoramaweg oder einen etwas steileren Pfad nach oben laufen (ca. 300 Höhenmeter).

Durch die Kundler Klamm – der Ausgangs­punkt ist in Kundl – läuft man nur eine Stunde­. Der Wanderweg führt vorbei an bizarr geformten, mächtigen Felsen. Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Kundler Klamm. Wer keine Lust zum Zurücklaufen hat, kann auch die Bummelbahn nehmen:

www.bummelzug.com

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 03 / 2016

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