Spurensuche im Hochschwarzwald

Ein uraltes Wandergebiet mit einem vitalisierenden Höhenklima und eine der schönsten Wanderregionen Deutschlands – im Hochschwarzwald wurde schon immer gerne und viel gewandert.

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Traumhafte Wanderwege erwarten Wanderer im Hochschwarzwald.
© Tourismus Hochschwarzwald

Zuerst waren es die Gletscher, die in der Eiszeit die Land- schaft um den höchsten Berg, den Feldberg, formten – mit hügeligen Bergkämmen, klaren Gletscherseen und tiefen Tälern. Irgendwann zogen dann die Römer durch die dichten Wälder, später die Alemannen und Kelten. Im 11. Jahrhundert waren hier die ersten Mönche unterwegs – um Wald zu roden und Klöster zu gründen. Köhler, Glasmacher und Hirten siedelten sich an, bauten erste Wege und nutzten sie als Hirten- und Handelspfade.

Geschichtsträchtiger Wallfahrts-, Arbeits- und Ruheort

So wurde im Hochschwarzwald schon lange gepilgert, gearbeitet und auch mal relaxt. Auf diesen Spuren wandern die Men- schen heute in der landschaft- lich einzigartigen Ferienre- gion Hochschwarzwald, in dem wunderbar vitalisierenden Hö- henklima; die gute Schwarzwaldluft und die Alpensicht gibt es auch schon ewig. In der Region Hochschwarzwald hat das Deutsche Wander- institut 14 Wege mit dem Wandersiegel „Premium- weg“ ausgezeichnet. Es zertifiziert die hervorragende Markierung und den besonders hohen Erlebniswert. Von den 14 Premiumwanderwegen qualifizieren sich die meisten auch als Genießerpfade. Genießerpfade sind außergewöhnlich schöne Rundtouren, die sechs bis 15 Kilometer lang sind: Sie haben einen hohen Anteil an Wald- und Wiesenpfaden, bieten besondere Ausblicke, gemüt- liche Rastplätze und gute regionale Gas- tronomie. Ob Premiumweg, Genießerpfad, Fernwanderweg, Kindererlebnispfad oder geführte Wanderung: Alle Wege führen zu Gipfeln, Schluchten oder Wasserfällen und neuen Erlebnissen durch die einzigartige Hochschwarzwälder Gegend. Von Dezember bis März, wenn es im Hochschwarzwald schneit, wird das 550 Kilometer lange Netz an Winterwanderwegen gebahnt und ge- walzt; die 28 Premium-Winterwanderwege werden täglich gepflegt. Unterwegs findet man immer wieder Ruhebänke – und bei gutem Wetter auch Fernsicht. wanderlust stellt zwei besondere Wanderwege im Hochschwarzwald vor.

Genießerpfad: 3-Schluchten-Tour

Genießen Sie auf größtenteils schmalen Pfaden wundervolle Schluchten, bizarre Felsformationen, hoch aufstrebende Felswände und sprudelnde Wasserfälle. Die abwechslungsreiche Rundtour führt uns durch die drei Schluchten Wutach-, Gauchach- und Engeschlucht. Durch die Wutachschlucht sind wir zunächst auf einem Teilstück des bekannten Schluch- tensteigs unterwegs, bevor wir in die wild- romantische Gauchachschlucht gelangen. Diese kleinere Seitenschlucht besticht mit vielen kleinen Wasserfällen sowie kleinen Brücken und Stegen, die uns immer wieder über die Gauchach

führen. Dort können wir uns im Dor- fkiosk in Bachheim vor oder nach der Tour noch stärken. Der Weg führt uns gleich hinab in die Schlucht und dann flussabwärts bis zur Gauchachmündung. Hier überqueren wir den Kanadiersteg, eine überdachte Holzbrücke. Auf diesem Wegstück können wir das Markenzeichen der Wutachschlucht, die eindrucksvollen Felsengalerien, bestaunen. Wir verlassen nun den Querweg Freiburg–Bodensee und wandern flussauf- wärts entlang der Gauchach in Richtung Burgmühle. Die Route führt uns durch die wildromantische Gauchachschlucht an der Burgmühle vorbei bis zur Abzweigung Engeschlucht. Spätestens hier wird uns klar, warum immer wieder darauf hingewiesen wird, dass sich die Wanderungen in den Schluchten ausschließlich an geübte Wanderer richten und festes Schuh- werk zwingend erforderlich ist. Auch bei trockenem Wetter gibt es einige glatte Stellen und immer wieder schmale Wege entlang der Felsen, bei denen gespannte Stahlseile uns Halt bieten. Aufpassen muss man an diesen Stellen aber dennoch! Über eine Böschung führt der Weg aus der Schlucht hinaus und über Wiesenwege zurück zum Wanderparkplatz, von dem aus wir gestartet sind.

Genießerpfad: Viadukt- und Schluchtentour

Weite Landschaftsblicke, tiefe Schluchten und alte Bahnviadukte: Der Premiumwanderweg „Viadukt- und Schluchtentour überzeugt auf engen Pfaden mit wunder- schöner und abwechslungsreicher Land- schaft. Gleich zu Beginn der Tour kommt man an einer kleinen Kapelle vorbei, die dem heiligen Antonius gewidmet ist. Wer etwas verloren hat, sollte dort ein Gebet zu diesem Heiligen schicken, und ganz sicher wird ihm geholfen! Über den Mühlenweg führt die Tour zur Schlucht hinab und über einen historischen Fuhr- weg wieder kurz bergan. Es geht weiter entlang einer still gelegenen Bahnstrecke und später wieder in die wild-romantische Schlucht hinunter. Auf engen Pfaden kommen wir zum beeindruckenden Höllochfelsen. Parallel zur Haslach führt der Weg bis zur Mündung in die Wutach. Wir olgen ein Stück der Wutach und steigen dann über die Steinfelder aus der Schlucht empor. Nun öffnet sich der Blick über die Weite des Gutachtals und den Verlauf der historischen Bahntrasse mit seinem imposanten Viadukten. Über Wiesen-und Waldwege führt uns die Tour wieder zurück nach Kappel.

Info:

Der Hochschwarzwald

• abwechslungsreiche Landschaft in der Region um den 1.493 Meter hohen Feldberg auf einer Fläche von rund 1.020 km2

• exzellentes Höhenklima, teilweise auf über 1000 Metern Höhe, mit klarer Luft und anregenden Sonnenstrahlen; sieben staat- lich anerkannte heilklimatische Kurorte;

17 ausgewiesene Höhenklimawege

• zertifizierte „Premium-Wanderregion“ des Deutschen Wanderinstituts mit einem weitläufigen Wanderwegenetz über 2.147 Kilometer

www.hochschwarzwald.de

Die ganze Geschichte finden Sie in Ausgabe 6/22, zu bestellen bei uns im Shop.

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