Test: Leichte Wanderschuhe

Auch einfaches Geläuf stellt hohe Anforderungen an das Schuhwerk. Stabilität und Sicherheit sind hier ebenso wichtig wie Tragekomfort. Ob sich diese Eigenschaften auch mit leichten Wanderschuhen erreichen lassen, haben wir uns genauer angesehen.

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Leichte Wanderschuhe sollten durch Stabilität und Komfort überzeugen.
© Bär_Andrack

Test: Ralf Kerkeling

Es wird an Gewicht gespart, wo’s nur geht. So der Trend bei Produkten im Outdoorbereich. Es geht um Grammzahlen im hohen bis verschwindend geringen Be- reich. Multifunktionsschuhe können an dieser Stelle einen ersten Pluspunkt sam- meln, sind in der Wanderszene beliebt. Gut zu wissen ist dabei: Multifunktionale Schuhe sind nicht per se über die Materi- alwahl definiert, sondern über die Funk- tion. So können diese Art Schuhe sowohl einen Lederaufbau als auch einen tex- tilen Aufbau haben. Eine Tendenz geht momentan dahin, auf Materialien nicht tierischen Ursprungs zurückzugreifen. Leder ist und bleibt dennoch ein wich- tiger Bestandteil eines Wanderschuhs. „Ein Schuh, der aus natürlichen Materi- alien handwerklich hergestellt wird, hält nicht nur sehr lange, er kann auch neu besohlt werden“, beschreibt Christof Bär, Geschäftsführer von Bär, die nachhal- tigen Vorteile eines Naturlederschuhs.

Performance im Vordergrund

Eine weitere wichtige Erkenntnis: „Das Anwendungsgebiet eines Schuhs definiert sich über den Aufbau eines Schuhs“, klärt Stefan Müller, Verkaufsleiter von Meindl auf, „Auch im Mittelgebirge benötigt man eine gewisse Stabilität, um die nötige Tritt- sicherheit zu haben.“ Gewicht zu sparen könne auch zulasten der Stabilität und Langlebigkeit eines Produktes gehen, so Müller weiter. Bei welchem Material lie- ße sich dennoch am ehesten an Gewicht einsparen? „Am besten lässt sich bei der Sohlen-Unit sparen. Wir setzen daher auf Sohlen aus Polyurethan (PU) als Zwi- schensohlenmaterial“, erklärt Michael Schüppel, Produktmanager bei Lowa. Tra- gekomfort steht neben der Sicherheit im Vordergrund. Es soll sich leicht laufen, das Obermaterial nicht drücken. Dennoch ist hier nicht von einem Kompromiss in Sachen Performance zu sprechen. Nein, ganz im Gegenteil. Wandern heißt heut- zutage nicht mehr, einfach nur den Berg rauf und runter zu gehen oder am Sonn- tag durch den Wald zu streifen. Es gibt viele Zwischenformen, auch sportliche Varianten haben starken Zulauf erfahren. Zwischenformen von Wandern und Lau- fen – Speedhiking ist ein aktueller Trend. „Zum einen hat sich die Freizeitgestaltung der Menschen verändert, zum anderen hat sich viel im Bereich Materialinnovation getan, was auch dazu führte, dass Schuhe spezieller werden konnten. Dadurch lassen sich auch verschiedene Anforderun- gen, die für die jeweils verschiedenen Aktivitäten an die Schuhe gestellt wer- den, immer besser vereinen“, so Schüppel. Beim Blick auf unsere Testkandidaten lässt sich dieser neue Facetten- reichtum sicherlich ausleben.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 2/2022. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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