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Alle Mammuts, MARSCH!

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Wer rastet, der rostet: Das trifft eher auf die denkwürdigen Zeugen der Schwerindustrie entlang der Strecke zu als auf die Teilnehmer – eine grandiose Kulisse!
© Sascha Schuermann

Ein „Mammutmarsch“: Ist das noch Wandern oder schon Leistungssport? Im Gespann stellte sich die wanderlust-Redaktion der 55 Kilometer langen Herausforderung durchs Ruhrgebiet und eben genau dieser Frage.

Text: Timo Dillenberger

Die zwei Nylontücher mit dem Symbol eines Urzeitelefanten teilen sich, kurz finden wir es ein wenig kitschig-pathetisch, durch einen aufblasbaren, bogenförmigen Gang das Startgelände des „Little Mammut Ruhrgebiet“ zu betreten. Drinnen pushen uns Klänge wie aus den schottischen Highlands. Aber was soll ich sagen? Es funktioniert! Auf der anderen Seite ist irgendwie der Schalter auf „on“. Um uns herum tummeln sich rund 500 ebenso angeknipste Wanderer, darunter unerwartet viele junge, aber auch echt hohe Semester, Menschen mit deutlichem Übergewicht, drahtige Wanderprofis, muskelbepackte Kraftsportler, solche mit minimalistischem Trinkrucksäckchen oder sportiver Kompressionsbekleidung, aber auch Mitstreiter, die ganz genau so auch zum Stadtbummel losziehen könnten. Allen gleich ist dieser adrenalingeschwängerte Blick, die freudige Aufregung ob dem, was da gleich kommt, gepaart mit einer Idee Ungewissheit und der Erwartung von Leid und Freud’. Das ist von nun an und für etwa 11 Stunden unsere Herde. Als der Sprecher mit uns die letzte Welle des in Etappen vorgenommenen Starts auf die 55 Kilometer schickt, finde ich meine gänsehäutigen Arme in der Luft, seine motivierenden letzten Worte laut erwidernd – das mache ich sonst nie! Nach uns gehen nur noch die 30er auf die Strecke, heißt: Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir so ziemlich als Letzte wieder das Gelände des Landschaftsparks Ost in Duisburg erreichen.

Die Erde bebt

Gerade mal ein gutes Zehntel der insgesamt 4.800 Teilnehmer ergibt schon eine beeindruckende Herde, und das ist genau das richtige Wort. Es verläuft sich auf den ersten schnurgeraden Radwanderwegen entlang alter Bahntrassen und Ruhrpott-typischer Kanäle lange nicht so schnell wie gedacht. Die erfahrenen „Tiere“ geben das Tempo vor, wir Neulinge folgen und lernen im Gespräch viel über das, was Kopf und Körper in den nächsten Stunden erwartet. Noch sind die Gespräche eher oberflächlich, man beschnuppert sich, das sollte sich später ändern.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 5/22 und im Shop.

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