Zauberhafte Inszenierung von Bäumen und Felsen

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Blick vom Bonifatiusfelsen auf Schloss Altenstein und das opulente Teppichbeet mit mehreren tausend Pflanzen.
© Edda Neitz

Zwischen Rennsteig und Werratal erstreckt sich auf dem über 160 Hektar großen Areal von Schloss und Park Altenstein ein Landschaftspark mit einem ausgefallenen Felsentheater.

Text: Edda Neitz

Unser Weg beginnt in Steinbach. Ein altes Bergdorf mit kleiner Barockkirche. Heute ist hier kein Schmiedehandwerk mehr, die letzten Manufakturen der Messerschmiedemeister verschwanden in den 90er Jahren, und nur ein paar große Fachwerkhäuser zeugen vom früheren Wohlstand. Der Anstieg hinauf in den Wald ist sehr steil. Er lässt noch nichts erahnen von der Naturkulisse, die wir bald vor und hinter einem Gatter erblicken werden.

„Man muss rauslaufen und wieder reinlaufen“, sagt Toni Kepper später. Seit zwei Jahren ist Forstwirt Kepper der Chef für die Wälder und Wiesen, Wege und Pflanzen auf dem gesamten Areal. Ein weitverzweigtes, über 20 Kilometer langes Wanderwegenetz durchzieht den Schloss- und Landschaftspark Altenstein. Und was der Parkchef mit „rein und raus laufen“ meint, ist das Wechselspiel von Innen- und Außenpark. Wir laufen also erst einmal „rein“ zu unserem Treffpunkt, ins Herz des Schlossparks, und bleiben verzaubert stehen. Es ist, als würden wir in ein Landschafts- gemälde eintreten.

Vor uns steht das Schloss Altenstein, garniert mit ausladenden halbrunden Erkern und Balkonen. Auf seinem Dach führt eine Arabeske von Giebeln, Schornsteinen und zum Himmel strebenden Säulentürmchen einen Reigen auf, als sei ein Regisseur am Werk gewesen, dessen Leidenschaft englischen Landsitzen galt. Auffallend sind die roten und grünen Dachziegel. „Genau genommen sind es die Goldesche und die Trauerbuche, deren farbenfrohen Laubkleid sich darin widerspiegelt“, erklärt Toni Kepper. Zwar zerstörte ein Brand 1982 das Innere des Schlosses, doch von außen gesehen vermittelt das Ensemble zusammen mit der akkurat gestutzten Rasenfläche und dem Fontänenbecken mit einem meterhohen Springstrahl einen überaus idyllischen Anblick.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 5/22 und im Shop.

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