Test: Wandersocken

Die richtige Socke ist neben einem optimal passenden Wanderschuh das A und O für eine gelungene Wanderung. Um zu klären, welches Material für welche Wanderung passt, und um einen Überblick des reichhaltigen Angebotes zu erhalten, haben wir verschiedenste Wandersocken für Sie getestet.

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Die richtigen Socken sind beim Wandern nicht zu unterschätzen.
© Lowa

Text: Ralf Kerkeling

Moderne Wandersocken haben schon lange nichts mehr mit dicken Wollsocken zu tun. Zumindest nicht in der Form, dass sie ausschließlich aus Wolle bestehen. Die aktuellsten Fuß-Strickwaren sind hochkomplexe Funktionsartikel, aufgeteilt in verschiedene Zonen, um sowohl Komfort, Schutz und Fußklima zu gewährleisten. In hochaufwendigen 3D-Strickverfahren werden dabei mitunter Luftkanäle eingearbeitet und synthetische mit natürlichen Fasern verbunden.

Wandersocke ist eben nicht einfach nur gleich Wandersocke. Je nach Art der Aktivität und dem Aktivitätsgrad wird diese sogar aus unterschiedlichsten Faserdicken gestrickt. Wozu eine dickere, gepolsterte und warme Socke anziehen, wenn ich nur schnell und kurz in den Wald möchte? Dafür viel besser geeignete dünnere Sockenmaterialien erfüllen ihren Zweck für diese Art von Bewegung viel besser. Bewege ich mich hingegen im Hochgebirge von Hütte zu Hütte, kann es sein, dass eine festere Socke mit hohem Merinowolle-Anteil mehr Sinn ergibt. Es ist also gar nicht so einfach, die richtige Socke zu finden.

Wenn es dann noch um eine Socke mit Kompressions-Stricktechnik geht, ist der Gang zum lokalen Sportfachhändler ein gut gemeinter Ratschlag. „Wandersocken mit Kompression bieten sich ideal für lange Wanderungen an, die höchste Leistung abfordern. Die Muskeln bleiben einfach länger fit, und man regeneriert schneller nach langen Touren“, beschreibt Markus Moller, Leiter Bauerfeind Sports, die Vorteile von Kompressionssocken.

Blasenbildung vermeiden

Eines ist klar: Nichts ist störender auf ­einer Wanderung als eine schlecht sitzende Socke, die letztlich zu einer schmerzenden Blasenbildung führen kann. Weitere Gründe für eine Blase am Fuß lassen sich übrigens an schlecht sitzenden Schuhen und nassen, dreckigen Füßen festmachen. ­Erste Anzeichen eines leichten Schmerzes und einer sichtbaren Rötung an der betreffenden Stelle des Fußes sollten in jedem Fall nicht ignoriert werden. Um aber gar nicht erst in eine Situation zu kommen, bei der sich Blasen bilden, reicht es, ein paar der bereits angedeuteten Hinweise prophylaktisch anzuwenden, die da wären:

1. Passendes Schuhwerk

2. Socken passend kaufen und Faltenwurf vermeiden

3. Steinchen, Nadeln oder ähnlichessofort entfernen

4. Füße möglichst trocken halten.

Wie lange eine Wandersocke ihre optimale Funktion gewährleisten kann, hat Michael Meier, Produktmanager bei Falke, erklärt: „Eine maximale Laufleistung kann nicht allgemein festgelegt werden. Strümpfe sollten nicht mehr genutzt werden, wenn das Material durch Waschen oder Reibung stark verhärtet ist oder wenn sich Löcher bilden. In beiden Fällen ist die Funktion und damit der Komfort eingeschränkt.“

INFO

Passform und Pflege

Die richtige Größe finden: Die Strümpfe sollten eng an Fuß und Bein anliegen, jedoch nicht unangenehm drücken. Wenn dies nicht der Fall ist und die Strümpfe verrutschen, sollten die Socken in einer kleineren Größe getragen werden. Die unterschiedlichen Anbieter haben ihre individuellen Bemessungsgrundlagen. Grundsätzlich gilt: Jeder Hersteller bietet einen „Size Finder“ an, eine Tabelle, nach der man seine Größe herausfiltern kann. Abgefragt werden meist Schuhgröße, Fessel- und/ oder Wadenumfang. Gerade bei Kompressions­socken sind diese Größenangaben wichtig. Ein gut gemeinter Tipp ist, nicht mit frisch gewaschenen Socken auf Wandertour zu ziehen. Am besten die Socken zu Hause ohne Schuhe ein wenig tragen. Waschmittelreste können an den Füßen sonst zum Problem werden, sich dort einreiben und für Entzündungen sorgen.

Waschtipps: Wandersocken sollten nur per Hand oder im Schonwaschgang bei 30 Grad gewaschen werden. Weichspüler oder Bügeln ist weder erforderlich noch ratsam, da das elastische Gewebe zerstört werden kann und die Socke damit unbrauchbar wird.

Den ganzen Test mit allen Produkten finden Sie in Ausgabe 3/22, hier zu bestellen!

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